Neujahrsfest Songkran findet 2021 in Thailand wieder statt

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Gleich dreimal feiern die Thais Neujahr. Einmal wie wir zum Jahreswechsel, dann das Chinesische Neujahrsfest und schließlich den traditionellen Jahreswechsel Songkran.

Das thailändische Neujahrsfest Songkran wird jedes Jahr vom 13. bis 15. April gefeiert und ist für die Thais das wichtigste Fest des Jahres. Ein bisschen wie Weihnachten und Silvester zusammen. Bei uns wird es auch Wasserfest genannt und bekannt sind die Wasserschlachten auf den Straßen. Doch das Fest hat ein viel tieferen Hintergrund und es geht auch darum, den älteren menschen und Eltern Respekt zu erweisen.

Gestern hat der thailändische Ministerpräsident bestätigt, dass das Songkran-Fest in diesem Jahr wieder stattfinden kann. Es soll helfen, den lokalen Tourismus anzukurbeln. Auflagen wird es auch geben, in erster Linie Abstand halten und eine Teilnehmerbegrenzung bei Großveranstaltungen, so der Premier.

Letztes Jahr wurde das thailändische Neujahrsfest wegen Corona komplett abgesagt und auch die entsprechenden Feiertage gestrichen. Dieses Jahr darf man auch wieder uneingeschränkt reisen. Die Corona-Neuinfektionen pro Tag sind im zweistelligen Bereich – ein Wert bei dem wir in Deutschland jubeln würden.

Aktuell prüft die Regierung, welche Auflagen es geben soll. Social Distancing auf jeden Fall. Dürfte nur bei deiesem Fest auf der Straße bei den Wasserschlachten nicht ganz so einfach durchzusetzen sein.

Songkran – zwischen Tradition und Moderne

Sand-Pagoden zu Songkran vor dem Ratchaburana Temple in Phitsanulok

Das thailändische Neujahrsfest ist eine typische Mischung aus traditionellem Ritual und ausgelassenem Volksfest: Das Wort „Songkran“ bedeutet „Übergang“ oder „voranschreiten“ und bezeichnet das Eintreten der Sonne in ein neues Tierkreiszeichen. Die drei Tage des Songkran-Festes sind daher eine Zeit, in der des Vergangenen gedacht und gleichzeitig der Übergang zu etwas Neuem gefeiert wird.

Der wichtigste traditionelle Bestandteil des Songkran-Festivals ist die Respektbekundung gegenüber älteren Mitmenschen und Familienmitgliedern. Die Jüngeren gießen parfümiertes Wasser in die Hände ihrer Eltern und Großeltern, machen ihnen Geschenke, um ihre Liebe und Dankbarkeit zu zeigen. Im Gegenzug sprechen die Älteren den Jüngeren ihren Segen aus und wünschen ihnen Glück und Erfolg für ihr Leben.

Dieser Brauch, sich gegenseitig mit Wasser zu begießen, hat sich in den letzten Jahren zu regelrechten Wasserschlachten entwickelt, die ausgelassen auf den Straßen im ganzen Land veranstaltet werden. Besucher sollten sich also stets darauf einstellen, während dieser drei Tage nass zu werden.

Der erste der drei Tage, der Maha Songkran, ist der letzte Tag des alten Jahres, an dem die Menschen traditionell ihre Häuser reinigen und alles für die bevorstehenden Festlichkeiten vorbereiten. Am zweiten Tag Wan Nao bereiten die Menschen Speisen für die buddhistischen Zeremonien am Neujahrstag zu. Am eigentlichen Neujahrstag Wan Thaloeng Sok ziehen die Menschen früh am Morgen mit neuen Kleidern und den vorbereiteten Speisen in die Tempel, um dort den Mönchen Gabenspenden zu erweisen. In den Tempeln werden die Buddhastatuen gebadet, um sie zu „reinigen“, außerdem werden oftmals in den Vorhöfen der Tempel kleine Chedis (spitz zulaufende Türme) aus Sand gebaut.

Während dieser drei Tage – und auch davor und danach – finden überall im Land ausgelassene Feiern statt, die sich in ihren Sitten und Bräuchen je nach Region unterscheiden.

In Ayutthaya sind beispielsweise die Elefanten ein wichtiger Teil des Festes. Wasser lieben die Dickhäuter sowieso. Und den Spaß scheinbar auch.

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